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Wupperverband

Fassadensanierung

Baukörper

Das 1956 eingeweihte Verwaltungsgebäude für die Barmer Ersatzkasse wurde von Prof. Hanns Dustmann entworfen. Es steht auf einem Plateau in den Barmer Anlagen, einem Erholungspark für die Barmer Bürger in Wuppertal.

 

Der Hauptbaukörper, ein 7-geschossiges Hochhaus, ist so in Nordsüdrichtung orientiert, dass die Blicke durch die Parkanlage in Nordsüdrichtung – also vom Tal zum Hang – möglichst wenig verstellt werden.

 

Zustand

Zum Zeitpunkt unseres Arbeitsbeginns waren bereits einige Muschelkalkplatten von der Fassade gefallen, da die Schwarzanker korrodiert waren. Auch die Oberfläche des Muschelkalks war stark verwittert.

Sanierung

Unser Entwurf orientiert sich im Wesentlichen an den von Prof. Hanns Dustmann entworfenen Fassadenproportionen, die unter Einhaltung der EnEV 2009 wiederhergestellt wurden.

 

Um die Präzision und Feinteiligkeit der Fassade in modernem nachhaltigem Baustoff zu erreichen, wählten wir für die Gesimse und Lisenen ein Aluminiumverbundblech mit mineralischer Füllung, da hiermit scharfkantige Ecken und präzise Schnitte möglich sind, ohne dass allzu hohe Konstruktionstiefen notwendig wären. Die gesamte Fassade ist hinterlüftet und Fassade sowie Dach sind mit Mineralfaser gedämmt.

 

Alle bestehenden Fensterkonstruktionen wurden ausgebaut, der Beton saniert und die neuen Fensterelemente aus einer Holzkonstruktion mit vorgesetzter Aluminiumschale eingebaut.

 

Die Proportion und der Öffnungsflügel leiten sich aus den Dustmann‘schen Proportionen ab und geben dem Haus auch durch ihre Tiefenstaffelung die alte Leichtigkeit und Feinheit zurück.

  • Projektinfo

    Auftraggeber: Wupperverband Körperschaft des Öffentlichen Rechts

    Standort: Wuppertal

    Fassadenfläche: 3.800 m²

    Team aib: Markus Wessels (Projektleitung), Kai-Uwe Lompa, Roland Schmidt, Dimosthenis Dassios (verst.)

    Leis­tun­gen aib: HOAI 1-9, Generalplanung, Fassade