E.ON

Wettbewerb, E.ON Hauptverwaltung

Drei typologische Ansätze der Architektur verfolgen wir in unserem Entwurf: Höfe und Atrien ausbilden, Brücken bauen, die Walhalla. Ausgehend von der römischen Gründung Regensburgs haben wir für das Gebäude ein cartesianisches Raster entwickelt, das jede Flexibilität ermöglicht und alle Volumen strukturiert.

 

Die ökologisch und wirtschaftlich sinnvolle Dichte der Bebauung wird im Erdgeschoss durch die Verknüpfung von Untergeschoss und Erdgeschoss mittels offener Treppenhäuser und Atrien aufgelockert. In Analogie zu den Plätzen und Gassen der Regensburger Altstadt entstehen großzügig begrünte Innenhöfe, die tiefe Perspektiven durch den Gesamtkörper ermöglichen. So gelingt zusätzlich eine natürliche Be- und Entlüftung der Garage und teilweise eine natürliche Belichtung der Parkplätze. Garage und Vorfahrt (durch die Innenhofwelt) werden von der Lilienthalstraße aus erschlossen, ebenso die Parkplätze auf der Nordseite des Gebäudes. Die Dächer sind in Analogie zur nahen Walhalla und in Korrespondenz zur umliegenden hügeligen Landschaft in vielfältige Terrassen gestaffelt. Diese Terrassen dienen gleichfalls dazu, die Verteilung der Zuluft auf dem Dach aufzunehmen. Unser interdisziplinärer Ansatz in der Verwebung von Architektur, Statik, Bauphysik und Haustechnik schafft ein sehr wirtschaftliches und vor allem verbrauchs- und wartungsarmes und damit nachhaltiges Gebäudekonzept.

GreenBuilding

Der Genehmigungsprozess erfordert eine Bebauungsplanänderung. Das Bebauungskonzept sichert auch in Zukunft den reibungslosen Betriebsablauf am Hauptstandort. Dies ist nur durch das Zusammenspiel von innovativer Planung über die Grenzen des Zulässigen hinaus, mit einem aufgeschlossenen Kunden und den kooperierenden Behörden möglich.

 

Qualität darstellen

Der hervorragende A/V-Wert von 0,29 setzt die Grundlage für ein möglichst ökologisches Gebäude, in dem Hüllfläche und Kubatur höchst effizient strukturiert sind. Um trotz der Dichte ausreichend Tageslicht in den Räumen zu erhalten, sind alle Fenster als französische Fenster mit dem U-Wert 1,1 geschosshoch ausgeführt. Dies dient zusätzlich einem großzügigen Raumgefühl. Der Sonnenschutz ist außen liegend in RAL 9006 mit dem höchsten f-Wert von 0,05 vorgesehen, damit möglichst wenig Wärme in das Gebäude dringt. Gleichzeitig sorgen die Lichtlenk-Lamellen im oberen Bereich des Sonnenschutzbehangs dafür, dass genügend Tageslicht in die Räume gelangt und die tageslichtabhängige und anwesenheitsabhängige Steuerung der Stehleuchten diese möglichst selten einschaltet. Das warme und das kalte Wasser zur Heizung bzw. Kühlung des Gebäudes kann nicht effizienter erzeugt werden, als von uns mittels Grundwasser und Wärmepumpe vorgesehen.

  • Projektinformation

    Auftraggeber: E.ON Bayern AG

    Standort: Regensburg

    Bruttogeschossfläche (BGF): 49.890 m²

    Kosten: 54 Mio. €

    Team aib: Kai-Uwe Lompa, Gülcan Cermik, Eveline Clemens-Wigger, Frank Eitorf, Oliver Keil, Stefanie Marquardt, Francois-Jerome Lallemand, Robert Meyer-Pyritz, Markus Wessels, Karsten Wiedehage

    Leis­tun­gen aib: Generalplanung

     

 

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