Nestlé Deutschland | Neubau des Prozessgebäudes Smarties

 

 

Architektonischer Impuls

 

Hamburg | Ein Bauplatz an einer Verkehrsachse zwischen bestehenden Werksbauten und ein enger wirtschaftlicher Rahmen – nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für ambitionierte Architektur. Bei der Ergänzung des Hamburger Standortes von Nestlé nahm sich aib dennoch dieser Herausforderung an. Als Anbau an eine bestehende Produktionshalle aus den 1960er-Jahren sollte der Neubau für die Vorbereitung von Zutaten für Süßwaren errichtet werden.

 

Bestandsbauten mit Ziegelfassaden prägen den Standort des neuen Prozessgebäudes. Um die Architektur am Hauptwegenetz für Besucher des Werks deutlich aufzuwerten, entschied sich aib für eine äußerst sorgfältige Fassadengestaltung. Mit einem markanten Flächenrelief greift der Erdgeschosssockel die Ziegelbauweise der Nachbarbebauung auf. Im gleichen Farbspektrum setzt sich die lineare Struktur des Sockels in den oberen Fassadenbereichen fort. Diese wurden in Sandwich-Bauweise mit Wellprofilverkleidung ausgeführt. Systemfenster der Sandwichfassade bilden Fensterbänder, die das Gebäude zusätzlich profilieren und rhythmisieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ziel dieser Proportionierung ist die Betonung der Gebäudehöhe und Dominanz des kleinen Prozessgebäudes. Hinter der sorgfältigen Gestaltung verbirgt sich nicht nur die komplexe Produktionsanlage, sondern auch eine klare architektonische Haltung. Für die häufig nebensächlich behandelte Bauaufgabe solcher kleinen Industrie- und Gewerbebauten setzt aib hier ein prägnantes Zeichen.

 

 

Ferrero | Erweiterung des Zentralgebäudes im Werk Stadtallendorf

 

 

Neues Raumerlebnis

 

Stadtallendorf | Die Schaffung architektonischer Qualität gehört zu den vorrangigen Zielen bei allen Industriebauten von aib. Das trifft auch und gerade auf kleinere Baumaßnahmen zu, die ihren Standort prägen. So entwickelte aib für die räumliche Ergänzung eines Zentralgebäudes im deutschen Werk von Ferrero eine ungewöhnliche Lösung. Ziel des Erweiterungsbaus war es, neue Umkleiden und zusätzliche Flächen für das Betriebsrestaurant zu schaffen.

 

An einem durch die Bestandssituation stark beengten Bauplatz musste eine Werksstraße erhalten bleiben. Aufgrund des hohen Flächenbedarfs konzipierte aib daher eine besondere Bauform: Als zweigeschossige Überbauung der Werksstraße schiebt sich der neue Baukörper mit den beiden obersten Geschossen bis zur Grenze des Firmengeländes vor. Auf diese Weise entsteht ein offener

Raum, der als eine Art Durchfahrtshalle die Verkehrswege überbrückt. Mit wenigen, das Gesamtvolumen betonenden Elementen wird der Standort zwischen unterschiedlich großen Produktionshallen neu gegliedert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Gestaltung der großzügigen Durchfahrtshalle nimmt die Formensprache bestehender Bauteile auf. Aus der Notwendigkeit des begrenzten Bauplatzes und der zu erhaltenden Verkehrswege entwickelte aib einen neuen Ort mit hoher baulicher und räumlicher Qualität. Die eigentliche Aufgabe einer funktionalen Erweiterung des Bestandes führte so zu einer deutlichen Aufwertung des Standortes.

 

 

 

Besondere Bauten

Wenn Gewerbebau als ambitionierte Architektur gedacht wird.
Wenn Planungsqualität bis ins Detail reicht. Wenn sich aus dem
Potenzial eines Standortes eine neue Identität entwickelt.
Dann können aus kleinen Bauaufgaben besondere Orte entstehen.

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